Seit dem Zahlungskontengesetz 2016 hat jeder Verbraucher in Deutschland Anspruch auf ein Basiskonto – unabhängig von Schufa-Einträgen, Wohnsitz oder Staatsangehörigkeit. Doch wie funktioniert das in der Praxis?
Was ist ein Basiskonto?
Ein Basiskonto ist ein Girokonto auf Guthabenbasis. Es umfasst die wichtigsten Funktionen: Überweisungen, Lastschriften, Kartenzahlungen mit Debitkarte und Online-Banking. Ein Dispositionskredit ist nicht enthalten.
Wer hat Anspruch?
Jeder, der sich rechtmäßig in der EU aufhält. Auch Personen ohne festen Wohnsitz, Asylsuchende und Menschen mit negativen Schufa-Einträgen dürfen nicht abgelehnt werden.
Was kostet ein Basiskonto?
Die Gebühren variieren stark: von 0 € bei Direktbanken bis über 100 € pro Jahr bei Filialbanken. Wichtig: Die Gebühren müssen „angemessen“ sein – überhöhte Kosten können gerichtlich angefochten werden.
Alternative: Neobank statt Basiskonto
Oft ist ein kostenloses Konto bei einer Neobank die bessere Wahl. Anbieter wie Revolut oder Vivid Money verzichten komplett auf die Schufa-Prüfung und bieten deutlich mehr Funktionen als ein klassisches Basiskonto. Mehr dazu in unserem Kontenvergleich.